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Legasthenie / LRS  oder Dyskalkulie / Rechenschwäche 

Ist doch dasselbe oder? 

Diese Begriffe hat man vielleicht schon einmal gehört. Bei uns in der Alltagssprache werden sie häufig als Synonym verwendet. Dennoch ist es nicht dasselbe. Auch die Förderansätze müssen je nachdem anders gesetzt werden. 

Legasthenie
Die Legasthenie ist eine Form der LRS, der Lese-Rechtschreibschwäche. Man nennt sie manchmal auch spezielle LRS. Die Legasthenie ist auf erbliche Anteile zurückzuführen. Hier ist meist die Sinneswahrnehmung anders und deshalb fällt das Lernen der Buchstabensymbole schwer. Die Probleme sind bei Kindern mit Legasthenie also im Lesen und Schreiben sichtbar. Die Förderung darf hier nicht nur im Symptombereich stattfinden, sondern muss sich auch auf die Aufmerksamkeitsförderung und die Sinnenwahrnehmung konzentrieren. 

Dyskalkulie
Die Dyskalkulie hat wie die Legasthenie eine genetische Komponente. Hier spielen sich die Schwierigkeiten im Bereich der Mathematik / Zahlen ab. Auch hier kann man beobachten, dass die Aufmerksamkeit während der Beschäftigung mit Zahlsymbolen schnell nachlässt. Bei Kindern mit Dyskalkulie ist die Sinneswahrnehmung anders als bei gleichaltrigen Kindern. Aus diesem Grund muss die Förderung auch die Sinneswahrnehmung fördern. 

LRS (Lese-Rechtschreibschwäche)

Die LRS hingegen ist eine erworbene Lernschwäche. Das kann sich durch ein Lerndefizit zeigen, welches z.B. durch zu wenig Übung, Krankheit, Lehrerwechsel, etc. hervorgerufen werden kann. Meist kann durch gezielte Übung und Förderung das Defizit wieder aufgeholt werden. Die Äusserung der Symptome sind denen von legasthenen Kindern sehr ähnlich.  Die Ursache dafür ist aber anders. 

Rechenschwäche 
Die Rechenschwäche ist erworben. Das kann sich durch ein Lerndefizit zeigen, welches z.B. durch zu wenig Übung, Krankheit, Lehrerwechsel, etc. hervorgerufen werden kann. Meist kann durch gezielte Übung und Förderung das Defizit wieder aufgeholt werden. Die Äusserung der Symptome sind denen von dyskalkulen Kindern sehr ähnlich.  Die Ursache dafür ist aber anders. 


Anzeichen einer Legasthenie

  • Legasthenie kommt in der Familie vor
  • manche Wörter werden zwischendurch richtig und dann wieder falsch geschrieben, Fehler kommen an unterschiedlichen Orten vor
  • Buchstaben werden verdreht (z.B. b und d)
  • Schwierigkeiten beim Lernen des Lesens und Schreibens
  • Unaufmerksam, wenns ums Lesen und/oder Schreiben geht
  • Unterscheidung von rechts, links ist problematisch
  • langsam beim Lesen und Schreiben
  • Abschreiben bereitet Mühe
  • usw. 

Anzeichen einer Dyskalkulie

  • zählendes Rechnen 
  • Mühe beim räumlichen Vorstellungsvermögen
  • Rechnen nach Schema geht, sobald etwas anders aussieht, geht es nicht mehr
  • üben, üben, üben, aber es nützt nichts? 
  • Probleme bei der Orientierung im 100 / 1000 Raum
  • Probleme beim plus und minus Rechnen (v.a. 24 + ___ = 50)
  • Verwechslung der Zeichen +, -, : , mal
  • Mühe beim Zehnerübergang



Mehrere Anzeichen treffen zu, was soll ich tun? 

Nehmen Sie Kontakt zur Klassenlehrperson Ihres Kindes auf und teilen Sie ihr den Verdacht mit. Damit Ihr Kind in der Schule entsprechend gefördert werden kann, braucht es häufig eine Abklärung vom SPD (Schulpsychologischen Dienst). Dann kann beispielsweise die Unterstützung der Schulischen Heilpädagogin initiiert werden, oder allenfalls auch ein Nachteilsausgleich gesprochen werden. Weiteres wird Ihnen sicher Ihre Klassenlehrperson erklären, da die Ressourcen je nach Kanton/ Gemeinde verschieden sind. 
Sie möchten nicht so lange warten und jetzt schon etwas tun? Melden Sie sich bei mir. Ich kann auch ohne Abklärung des SPD mit Ihrem Kind arbeiten. Mit Hilfe eine pädagogisch-didaktischen Testverfahrens (AFS, hier finden Sie weitere Infos) überprüfe ich die drei oben genannten Bereiche. Anhand der Testresultate weiss ich, welche Sinneswahrnehmungen geschärft werden müssen und mit verschiedenen Leseproben, Schreibproben finde ich heraus, welche Fehler wie auftreten. 

Förderansatz bei Legasthenie und Dyskalkulie

Die Förderung muss dreigeteilt aufgebaut sein. Zum einen muss ein Schwerpunkt auf der Aufmerksamkeitsförderung liegen. Legastehne Menschen verlieren häufig die Aufmerksamkeit, wenn es um Buchstaben geht und so fällt es ihnen noch schwerer zu lesen oder zu schreiben. Als zweiten Schwerpunkt sieht man die Stärkung der Sinneswahrnehmung. Hier geht es um die drei Hauptbereiche: Optik, Akustik und Raumwahrnhemung. Häufig ist der optische Bereich eines der Problemfelder. Und der letzte Pfeiler ist der Symptombereich. Also in welchen Bereichen im Alltag treten die Schwierigkeiten auf. Leseproben und Schreibproben werden dafür benötigt, um eine umfassende Fehleranalyse zu machen. 

Training bei Legasthenie und Dyskalkulie

Damit das Training erfolgreich sein kann braucht es Sie als Eltern, damit Sie Ihr Kind zu Hause unterstützen können, Ihr Kind und mich als Legasthenie/ Dyskalkulietrainerin i.A. Am idealsten ist es auch, wenn wir die Lehrperson mit ins Boot nehmen können, damit der Transfer in der Schule auch gelingt. Das Training besteht aus drei Teilen: Aufmerksamkeitsförderung / Sinneswahrnehmungsschärfung / Symptomtraining. Das Training findet idealerweise wöchentlich während 60 Minuten statt. Damit es noch vertieft werden kann, sollte täglich ca. 15 Minuten zu Hause geübt werden. Die Übungen werden von der Trainerin vorgestellt. 

Auch bei einer erworbenen LRS, bzw. Rechenschwäche unterstütze ich Ihr Kind sehr gerne. Anhand einer Fehleranalyse von mitgebrachten Texten, Leseproben, Rechnungen entwickle ich ein passendes Förderangebot für Ihr Kind. 

Sie sind sich nicht sicher, ob Ihr Kind eine Legasthenie/LRS oder Dyskalkulie/Rechenschwäche hat? Ich berate Sie bei Unsicherheiten gerne persönlich. 

Kontaktieren Sie mich.



 
 
 
 
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